Long/ Post-Covid

Der Begriff Long Covid steht für längerfristige gesundheitliche Beschwerden nach einer Covid-19-Infektion, die mindestens 4 Wochen nach Ansteckung fortbestehen, wiederkehren oder neu hinzukommen. Long Covid kann auch die Verschlechterung einer Vorerkrankung bedeuten.

Das Post-Covid-Syndrom kann ab einer Dauer von 12 Wochen nach der Ansteckung diagnostiziert werden. Der Begriff Long Covid wird in den Medien häufig auch für den Post-Covid-Zustand verwendet.

Symptome

Typische Symptome umfassen Fatigue, Kurzatmigkeit und kognitive Dysfunktion, es sind jedoch insgesamt bis zu 200 unterschiedliche Symptome möglich, die mit der Zeit abklingen oder aber sich zu einer chronischen Erkrankung entwickeln können. Dieser Umstand legt nahe, dass Long/ Post-Covid eine heterogene Erkrankung ist, die vermutlich verschiedene Subtypen mit unterschiedlichen Ausprägungen und Prognosen umfasst.

Studien deuten darauf hin, dass etwa die Hälfte der Erkrankten nach 6-monatiger Krankheitsdauer die Kriterien für ME/CFS erfüllen. (Quelle: Dehlia, Ankush et al. (2024)) Auch in der Pathophysiologie wurden in der Forschung zahlreiche Parallelen zu ME/CFS entdeckt.

Therapie

Auch für Long Covid gibt es bisher kein einziges zugelassenes Medikament. Die Basistherapie umfasst wie bei ME/CFS das sogenannte Pacing, also das bewusste Energiemanagement. Es wird außerdem häufig zu Physio- und Ergotherapie geraten, was aber genauso wie das pauschale Verschreiben einer Reha den Krankheitsverlauf sogar verschlechtern kann, wenn bei der Patientin/ dem Patienten eine Post-exertionelle Malaise (PEM, Verschlechterung des Zustandes nach kleinsten Anstrengungen) vorliegt.

Die ME/CFS Research Foundation geht für 2024 von circa 850.000 Long Covid Betroffenen aus, was umgerechnet etwa 30.000 betroffene Schleswig-Holsteiner*innen bedeuten würde. (Quelle: Daniell J et al. (2025) (PDF))

Weitere Informationen

Hilfe für Betroffene und weitere Informationen zum Krankheitsbild werden auf diesen Seiten bereit gestellt: